Alpenmurmeltier
Marmota marmota
© Adrian Meyer / wildenachbarn.ch

Lebensraum

Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen

Erdbaubewohnendes, tagaktives Nagetier. Wirkt plump, hat aber einen sehr beweglichen K√∂rper mit kleinen, unauff√§lligen Ohren, kurzen Beinen und einem buschigen Schwanz. Die gelb-orangen Nagez√§hne sind auch bei geschlossenem Maul sichtbar. Lebt im Familienverband in komplexen Bausystemen mit mehreren Ausg√§ngen. Reiner Pflanzenfresser: bevorzugt energiereiche Kr√§uter und Gr√§ser, um sich Fettreserven f√ľr den Winter anzulegen. Fortpflanzung direkt nach Winterschlaf, 3-6 Junge nach 33 Tagen Tragzeit. Jungtiere werden mit ca. 3 Jahren geschlechtsreif und verlassen dann den Familienverband. Warnen ihre Familienmitglieder mit charakteristischen Pfiffen vor Feinden.

Erkennungsmerkmale 
Fell dunkelgrau, hellbraun oder rötlich braun. Kopfoberseite meist dunkelgrau bis schwarz. Schwanz im letzten Drittel schwarz. Vorderbeine mit starken, stumpfen Krallen (Graben). Über den ganzen Körper verteilte Tasthaare (Orientierungshilfe im Bau).
Lebensraum 
Offenes, baumloses Grasland meist oberhalb der Baumgrenze sowie felsige Gebiete. Das nat√ľrliche Verbreitungsgebiet des Alpenmurmeltiers umfasst die Alpen, die Karpaten und die Hohe Tatra. In der Schweiz gibt es auch im Jura Alpenmurmeltiere. Murmeltierpopulationen aufgrund von Aussetzungen in den Ostalpen, den Pyren√§en und im Schwarzwald.
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
Ma√üe 

Kopf-Rumpf-L√§nge 45-58‚ÄČcm,
Schwanz 14-20‚ÄČcm, Gewicht 3-5.8‚ÄČkg.

Aktivit√§tszeit 
Winterschlaf von September ‚Äď April
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Aktive Familienbande

Hat man ein Murmeltier ersp√§ht, wird man schnell in der N√§he weitere entdecken: Murmeltiere leben in Familienbanden mit dem Nachwuchs der Vorjahre zusammen. Als tagaktive Alpenbewohner verbringen sie fast den ganzen Tag auf der Nahrungssuche und lassen sich besonders in den Morgen- und Abendstunden gut beobachten. Einzig w√§hrend der hei√üesten Zeit des Tages ziehen sie sich in den Bau zur√ľck.

Schrille Pfiffe in den Alpen

Schrille Pfiffe verraten häufig die Anwesenheit von Murmeltieren. Bei unmittelbaren Gefahren aus der Luft oder auf dem Boden werden mit einem schrillen Pfiff die Familienmitglieder auf die nahende Gefahr hingewiesen. Mehrere aufeinanderfolgende Pfiffe dienen der Warnung vor Feinden, die sich in der Umgebung befinden, aber keine unmittelbare Gefahr bedeuten.

Murmeltiere leben in ausgedehnten Bausystemen, die bis zu 70 Meter lang sein können.
¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch

 

Murmeltiere leben in Kolonien bestehend aus einem dominanten Paar und deren Nachkommen und Verwandten.
© Roland Graf

W√§hrend des kurzen alpinen Sommers m√ľssen Murmeltiere m√∂glichst gro√üe Fettreserven f√ľr den n√§chsten Winterschlaf anfressen. Beim Wandern ist es wichtig, auf den Wegen zu bleiben, um die Murmeltiere nicht unn√∂tig zu stressen. Bei st√§ndigen St√∂rungen haben die Tiere weniger Zeit zur Nahrungsaufnahme, was zu einem reduzierten Gewicht vor dem Winterschlaf f√ľhrt und dies wiederum schm√§lert die √úberlebenswahrscheinlichkeit der Tiere.

Gefahren 
  • Nat√ľrliche Feinde: Steinadler k√∂nnen auch erwachsene Murmeltiere erbeuten. Den F√ľchsen gelingt dies nur bei unvorsichtigen Tieren. Baummarder und Kolkraben stellen eine Gefahr f√ľr Jungtiere dar.
  • Klimawandel: Mit der zunehmenden Erderw√§rmung werden Murmeltiere in h√∂here Lagen verdr√§ngt, da es ihnen zu hei√ü wird. Damit schrumpft der Lebensraum der Murmeltiere. Zudem wird es mit zunehmender H√∂he schwierig, Orte mit einer gen√ľgend gro√üen Humusschicht zu finden, in die sie ihre Bauten graben k√∂nnen.
  • Bejagung: In der Schweiz und √Ėsterreich werden Murmeltiere bejagt. In Deutschland geh√∂rt das Murmeltier zwar zu den jagdbaren Arten, ist aber ganzj√§hrig geschont.
Mehr Informationen

Dieses Buch zeigt eine √úbersicht der besten Gebiete f√ľr Tierbeobachtungen in der Schweiz.